Bemühungen für den Weltfrieden

Die Welt durchlebt im Moment sehr friedlose Zeiten. In vielen Teilen der Welt herrscht eine gewaltige Unordnung und ein erhöhter Mangel an Frieden. Spaltungen zwischen den mächtigen und schwachen Nationen werden Tag für Tag immer größer. Rastlos und ruhelos leben wir auf Erden. In vielen Ländern sterben Menschen Tag für Tag. Mittlerweile existieren Nationen die nukleare Waffen besitzen, welche das Potenzial haben die Weltbevölkerung, wie wir sie kennen, zu zerstören. Wer kann vergewissern, dass jene Waffen auf keinen Fall eingesetzt werden? Wenn Nuklearwaffen jemals genutzt werden sollten, werden nicht nur wir die Folgen ertragen müssen. Dieses Ausmaß werden unsere Kinder und weitere kommende Generationen, zu ertragen haben. Zu befürchten ist, dass diese mit geistigen und physischen Einschränkungen geboren werden.

Nicht nur das, auch politische Parteien bekämpfen sich gegenseitig, obwohl diese behaupten, eine Politik zu führen die auf Gerechtigkeit basiere. Stattdessen wird die Macht, als Mittel zur Erlangung der jeweils eigenen Interessen genutzt. Von Verbesserungen und einer Zusammenarbeit mit anderen Nationen, ist keine Spur zu sehen. Blutige Konflikte gefährden den Weltfrieden, den wir brauchen auf dieser Welt, um in Frieden zu leben. Millionen Menschen sind auf der Flucht. Eine enorme Unruhe herrscht überall, sie wächst gewaltig und wird von Tag zu Tag unerträglicher. Die Unruhe ist ein permanenter Prozess und kein Zustand, dem man entfliehen könnte. Diese bringt Veränderungen hervor, aber schlechte Veränderungen. Wir können nicht erwarten, dass dieser Krieg irgendwann einfach so aufhören wird. Wir müssen etwas dagegen tun und können nicht mit zusehen, wie die Welt ins Verderben stürzt.

Die hiesige Gesellschaft ansprechend betonte Seine Heiligkeit, Kalif und Oberhaupt der weltweiten Ahmadiyya Muslim Jamaat, Hadhrat Mirza Masroor Ahmad (Möge Allah sein Helfer sein):

„Statt Einschränkungen gegen die Praktizierung des Glaubens zu erlassen, sollten wir erkennen, dass wir alle einer einzigen gemeinsamen menschlichen Spezies angehören, die mehr als je zuvor miteinander verbunden ist. Wir sollten unsere Diversität akzeptieren und uns darauf konzentrieren, Geschlossenheit zu etablieren, sodass langfristiger Friede auf der Welt etabliert werden kann.“ (…) „Also sollten wir die Warnsignale erkennen und unser Handeln verändern, bevor es zu spät ist, statt Flammen des Hasses zu entfachen, seien es die der religiösen und ethnischen Differenzen oder der politischen Ziele. Lassen Sie uns alle, ungeachtet unserer Differenzen, zusammenkommen und mit einem Geist des gegenseitigen Respekts, der Toleranz und Zuneigung für den Frieden auf der Welt und für das Fördern der Glaubensfreiheit arbeiten.“

Wenn wir aufhören, unsere Stimmen gegen Grausamkeiten zu erheben, dann werden wir auch zu jenen gehören, die keine moralischen Werte oder Standards jeglicher Art besitzen. Unter der Führung des Kalifen, hat die Ahmadiyya Muslim Jamaat reichliche

Aktionen ins Leben gerufen, in denen die wahren und friedlichen Lehren des Islams vorgestellt werden. Ahmadi-Muslime sind auf der ganzen Welt darum bemüht, Millionen von Friedensbotschaften an die Bevölkerung in ihren jeweiligen Umkreisen zu übermitteln. Die Mehrheit der Welt, wünscht sich nichts sehnlicher als Frieden. Niemand möchte, dass Verwandte oder Freunde in einem Krieg verwundet oder gar getötet werden. Der Heilige Qur`an lehrt dem Gläubigen, Gerechtigkeit gegenüber jedermann auszuüben. So heißt es:

„O die ihr glaubt! Seid standhaft in Allahs Sache, bezeugend in Gerechtigkeit! Und die Feindseligkeit eines Volkes soll euch nicht verleiten, anders denn gerecht zu handeln. Seid gerecht, das ist näher der Gottesfurcht. Und fürchtet Allah; wahrlich, Allah ist kundig eures Tuns.“ (Sure 5, Vers 9)

Drücken wir denn nicht alle die gleiche Hoffnung aus? Nämlich, dass sich der Frieden auf der Welt vor unseren Augen entwickeln und etablieren möge. Für mich ist Frieden, wenn es keinen Krieg mehr gibt. Für mich ist Frieden, dass jedes Land gesellschaftlichen Zusammenhalt und Nächstenliebe ausstrahlt, und das auch als Normalität angesehen wird. Frieden herrscht dort, wo Menschenrechte eingehalten werden.

Ich, bin auf der Suche nach Frieden. Auf eine kommende Zeit, in der wahrer Frieden und die Gerechtigkeit in allen Teilen der Welt verankert wird. Wir brauchen eine Welt erfüllt mit wechselseitiger Liebe. Wir sollten danach streben, dass die gesamte Welt sich untereinander vereint. Ich als Ahmadi-Muslima, sehe nur einen Weg, die Welt vor der Zerstörung und der Verwüstung zu bewahren. Dieser besteht darin, dass wir uns alle nach Kräften bemühen müssen. Wir müssen Liebe, Zuneigung und einen Sinn für Gemeinschaft verbreiten. Doch das wichtigste hierbei ist, dass die Welt ihren Schöpfer erkennen muss, nur dann kann Frieden auf der Welt Einzug halten. Ausschließlich durch die Liebe zum Schöpfer wird es möglich sein, seine Schöpfung zu lieben. Und wenn dies zu einem Teil unseres Charakters wird, werden wir auch zu Empfängern von der Liebe Gottes werden.

Quellen:

Ansprache von Hazrat Mirza Masroor Ahmad (aba) vom 22 Oktober 2019 im Adlon Hotel in Berlin, Germany