Emanzipation der Frau durch den Islam

Über Zwangsverheiratung und Unterdrückung der Frau im Islam wird in den Medien viel berichtet. Das sind Punkte, mit denen Zuhörer in der westlichen Kultur die Stellung der Frau im Islam in Verbindung bringen.

Doch was sagt der Islam über die Stellung der Frau?

Mit der folgenden Ausarbeitung soll die Stellung der Frau im Islam für den Leser genauer veranschaulicht werden und für ihn zur Aufklärung bezüglich der Lehre des Islam dienen.

Die Stellung der Frau im Islam

Allah hat den Frauen in Wahrheit einen höheren Rang gegeben, indem Er ihnen in vielerlei Hinsicht Vorrang vor den Männern gewährt hat. Der höchste Rang der Frau ist, dass der Heilige ProphetSAW sagte:

„Euer Paradies liegt unter den Füßen eurer Mütter.“[1]

Nirgendwo heißt es, dass das Paradies unter den Füßen der Väter liegt. Weiter heißt es im

Heiligen Koran:

یٰۤاَیُّہَا النَّاسُ اتَّقُوۡا رَبَّکُمُ الَّذِیۡ خَلَقَکُمۡ مِّنۡ نَّفۡسٍ وَّاحِدَۃٍ

„O ihr Menschen, fürchtet euren Herrn, Der euch aus einem einzigen Wesen erschaffen hat[…];“

 (Der Heilige Koran, Sura An-Nisâ, Vers 2)

d.h., dass Mann und Frau das Produkt eines Wesens sind. Der Heilige Koran macht hierbei keinen Wertunterschied zwischen Mann und Frau.

Die spirituellen und moralischen Bemühungen der Frau werden auf dieselbe Weise mit spirituellem Fortschritt belohnt wie die des Mannes. Es gibt keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern in Hinblick auf den Lohn im Jenseits, was aus dem folgenden Vers eindeutig hervorgeht:

وَ مَنۡ یَّعۡمَلۡ مِنَ الصّٰلِحٰتِ مِنۡ ذَکَرٍ اَوۡ اُنۡثٰی وَ ہُوَ مُؤۡمِنٌ فَاُولٰٓئِکَ یَدۡخُلُوۡنَ الۡجَنَّۃَ

„Wer aber gute Werke tut, sei es Mann oder Frau, und gläubig ist, so sollen sie in den Himmel gelangen, […]“

(Der Heilige Koran, Sura An-Nisâ, Vers 125)

Weiter heißt es:

مَنۡ عَمِلَ صَالِحًا مِّنۡ ذَکَرٍ اَوۡ اُنۡثٰی وَ ہُوَ مُؤۡمِنٌ فَلَنُحۡیِیَنَّہٗ حَیٰوۃً طَیِّبَۃً ۚ

„Wer recht handelt, ob Mann oder Frau, und gläubig ist, dem werden Wir gewisslich ein reines Leben gewähren; […]“

(Der Heilige Koran, Sura An-Nahl, Vers 98)

Gemäß dem Heiligen Koran kann die spirituelle Entwicklung einer Frau die höchste Stufe erreichen und zwar jene, auf der ein Mensch die Offenbarungen Allahs empfängt und mit Ihm ein Zwiegespräch führt. Der Heilige Koran berichtet ausführlich über zwei Frauen, die u.a. diese höchste Stufe erreicht haben: Es sind die Mutter von MosesAS und die Mutter von JesusAS. Allah hat beide Frauen zum Vorbild aller gläubigen Frauen auserwählt. Der Heilige Koran sagt diesbezüglich:

اِذۡ اَوۡحَیۡنَاۤ اِلٰۤی اُمِّکَ مَا یُوۡحٰۤی – وَ لَقَدۡ مَنَنَّا عَلَیۡکَ مَرَّۃً اُخۡرٰۤی

„Und sicherlich haben Wir dir ein andermal Gnade erwiesen, als Wir deiner Mutter eine klare Offenbarung sandten:“

(Der Heilige Koran, Sura Tâ-Hâ, Vers 38-39)

Weiter heißt es:

وَ اِذۡ قَالَتِ الۡمَلٰٓئِکَۃُ یٰمَرۡیَمُ اِنَّ اللّٰہَ اصۡطَفٰکِ وَ طَہَّرَکِ وَ اصۡطَفٰکِ عَلٰی نِسَآءِ الۡعٰلَمِیۡنَ

„Gedenke, wie die Engel sprachen: O Maria, Allah hat dich erwählt und dich gereinigt und dich erkoren aus den Frauen der Völker.“

(Der Heilige Koran, Sura Aale-Imrân, Vers 43)

Jeden Zweifel ausschließend ist es der Islam, der die Menschlichkeit der Frau in den Vordergrund stellt. Im Vergleich zu einigen anderen Religionen, in denen diskutiert wird, ob eine Frau eine Seele besitze oder ob die Frau für die Verfehlung Adams verantwortlich sei, macht der Islam verständlich, dass es bezüglich des spirituellen Ranges keine Unterschiede zwischen Mann und Frau gibt.

Über die Bildung der Frauen sagte der Heilige ProphetSAW:

„Wer eine Tochter gut aufzieht und ihr eine gute Bildung und Erziehung angedeihen lässt, erwirbt dadurch das Paradies.“[2]

Der Heilige Koran betont insbesondere die Rechte und Pflichten der Frauen:

وَ لَہُنَّ مِثۡلُ الَّذِیۡ عَلَیۡہِنَّ بِالۡمَعۡرُوۡفِ ۪ وَ لِلرِّجَالِ عَلَیۡہِنَّ دَرَجَۃٌ ؕ وَ اللّٰہُ عَزِیۡزٌ حَکِیۡمٌ

“[…]Und wie die Frauen Pflichten haben, so haben sie auch Rechte nach dem Brauch, doch haben die Männer einen gewissen Vorrang vor ihnen; und Allah ist Allmächtig, Allweise.“

 (Der Heilige Koran, Sura Al-Baqarah, Vers 229)

Dies bedeutet keineswegs, dass der Mann besser beziehungsweise höher gestellt ist als die Frau. Allah hat dem Mann einen gewissen Vorrang in Bezug auf seine körperlichen Stärke gegeben, damit er ,,mehr an Verantwortung“ für die Frau tragen kann.

Die Frau wurde quasi auf einen Thron gesetzt und dem Mann wird befohlen auf sie aufzupassen, für ihre Kleidung, Essen und alle Notwendigkeiten zu sorgen.

Weiter heißt es im Heiligen Koran:

اِنَّ اللّٰہَ کَانَ عَلَیۡکُمۡ رَقِیۡبًا

„Wahrlich, Allah wacht über euch.“

(Der Heilige Koran, Sura An-Nisa, Vers 2)

Dazu erläuternd sagte Hadhrat Musleh MaudRA: Allah sagt, wenn ihr dies nicht versteht und nicht mit Gottesfurcht die Rechte der Frauen erfüllt, dann wisset, dass es ein Wesen über euch gibt.“[3]

Ein Vers, der oft missverstanden wird:

نِسَآؤُکُمۡ حَرۡثٌ لَّکُمۡ فَاۡتُوۡا حَرۡثَکُمۡ اَنّٰی شِئۡتُمۡ ۫

„[…]Eure Frauen sind euch ein Acker; so naht eurem Acker, wann und wie ihr wollt. […]“

(Der Heilige Koran, Sura Al-Baqarah, Vers 224)

Der Zweite KhalifRA sagte diesbezüglich: Mit den Worten, ‚wann und wie ihr wollt‘ hat Allah uns gewarnt: Sie sind euer Acker, behandelt ihn wie ihr wollt. Denkt aber daran: Erschafft euch etwas Gutes, sonst werdet ihr den Schaden selber tragen müssen. Wenn man jemandem sein Haus überlässt und sagt, behandle es, wie du willst, dann macht man ihn darauf aufmerksam, dass er den Schaden selber tragen wird, wenn er nicht behutsam damit umgeht. Die Worte des Heiligen Koran ‚wie ihr wollt‘ haben die Bedeutung, dass die Frau euch gehört, wenn ihr sie schlecht behandelt, so wird dies für euch böse Konsequenzen haben. Wenn ihr sie aber gut behandelt, dann wird das Ergebnis für euch gut sein.“[4]

Das Pardah-Gebot im Islam

Es heißt in der Sure An-Nûr, Vers 31:

قُلۡ لِّلۡمُؤۡمِنِیۡنَ یَغُضُّوۡا مِنۡ اَبۡصَارِہِمۡ وَ یَحۡفَظُوۡا فُرُوۡجَہُمۡ ؕ ذٰلِکَ اَزۡکٰی لَہُمۡ ؕ اِنَّ اللّٰہَ خَبِیۡرٌۢ بِمَا یَصۡنَعُوۡنَ

“Sprich zu den gläubigen Männern, dass sie ihre Blicke zu Boden schlagen und ihre Keuschheit wahren sollen. Das ist reiner für sie. Wahrlich, Allah ist recht wohl kundig dessen, was sie tun.“

 (Der Heilige Koran, Sura Al-Nûr, Vers 31)

Weiter heißt es:

وَ قُلۡ لِّلۡمُؤۡمِنٰتِ یَغۡضُضۡنَ مِنۡ اَبۡصَارِہِنَّ وَ یَحۡفَظۡنَ فُرُوۡجَہُنَّ وَ لَا یُبۡدِیۡنَ زِیۡنَتَہُنَّ

“Und sprich zu den gläubigen Frauen, dass sie ihre Blicke zu Boden schlagen und ihre Keuschheit wahren sollen und dass sie ihre Reize nicht zur Schau tragen sollen[…].“

(Der Heilige Koran, Sura An-Nûr,Vers 32)

Aus den beiden Versen geht eindeutig hervor, dass in Bezug auf das Pardah-Gebot beziehungsweise auf den Erhalt der Keuschheit der Mann als erstes ermahnt wird und dann die Frau.

Der Verheißene MessiasAS schreibt diesbezüglich in seinem Buch „Die Philosophie der Lehren des Islam [5]“:

„Diese Verse enthalten nicht nur eine herrliche Lehre zur Erlangung der Keuschheit, sondern auch fünf Wege, um dieselbe zu erhalten. Es sind folgende:

  1. Die Augen davon abzuhalten, auf fremde Frauen zu blicken
  2. Die Ohren davon abzuhalten, den verwirrenden Stimmen fremder Frauen, die die Wollust erwecken könnten, zuzuhören
  3. Die lockenden Berichte über ihre Schönheit nicht anzuhören
  4. Die Gelegenheit zu meiden, die zum Laster führen können
  5. Fasten, falls man keine Gelegenheit zur Ehe hat.“

Kurzum, es wird hierbei deutlich, dass sich der Mann an ein striktes vorgegebenes Gebot zu halten hat. Schamhaftigkeit gilt nicht nur für Frauen, sondern auch für Männer.

In der heutigen Gesellschaft wird das Kopftuchtragen unglücklicherweise mit Unterdrückung und Diskriminierung der muslimischen Frau in Verbindung gebracht.

Was verbirgt sich eigentlich hinter dem Pardah-Gebot und warum trägt eine muslimische Frau das Kopftuch?

Wenn eine Frau ein Kopftuch trägt, bekennt sie sich offen zum Islam. Sie legt keinen Wert auf Äußerlichkeit, sondern die inneren Werte und die eigene Überzeugung und die Liebe zu Allah sind ihr wichtiger als die Liebe zum weltlichen Genuss. Sobald eine Muslima das Kopftuch trägt, hält sie sich von all dem fern, was zur Beeinträchtigung ihrer Reinheit führen könnte.

Durch das Tragen des Kopftuches möchte eine muslimische Frau erkannt werden und das Gebot Allahs befolgen, um somit Zufriedenheit und Glückseligkeit zu erlangen. Wenn sie ihre Haare und ihre weiblichen Reize bedeckt, wirkt dies auf fremde Männer wie ein Signal, das verdeutlicht: Ich möchte nicht belästigt werden. Denn hier ist eine Frau, die es strengstens ablehnt, ihre Keuschheit aufzugeben!

Oftmals wird die Frage gestellt, warum es Einschränkungen bezüglich der Bekleidung einer muslimischen Frau gibt, um sich vor unmoralischen Männerblicken zu schützen?

Der Protest darüber, dass Frauen ihre Freiheit aufgeben müssen, nur weil einige Männer nicht dazu imstande sind, sich anständig zu verhalten und Frauen als eine Art ,,Objekt“ betrachten, scheint berechtigt zu sein.

Das Pardah-Gebot wäre auch nicht notwendig, wenn die Gesamtheit der Männer ein moralisches Verhalten aufweisen würde.

Die Realität sieht allerdings anders aus. Leidenschaft und Begehrlichkeit eines Mannes können nicht leicht aus der Welt beseitigt werden. Jeder Mensch trägt für sich selbst die Verantwortung und daher muss jeder auf seine eigene Sicherheit achten.

Um dies besser zu veranschaulichen, nehmen wir ein Beispiel aus dem Alltag:

Wenn jemand sein Haus verlässt, so vergewissert er sich, dass alle Fenstern und Türen abgeschlossen sind und lässt seine Wertsachen nicht offen im Haus liegen, sondern bewahrt diese sicher auf.

Nun stellt sich die Frage, wieso all dies zur Routine gehört und warum der Mensch dermaßen aufpassen muss?

Auch hier könnte man den Vorwurf erheben, dass es ungerecht sei, dass der Mensch jedes Mal seine Tür abschließen muss, wenn er das Haus verlässt, weil einige Menschen nicht dazu in der Lage sind, sich anständig zu verhalten und womöglich in das Haus einbrechen und Schaden anrichten könnten.

In so einem Fall ist sich jeder Mensch dessen bewusst, dass er für sich selbst die Verantwortung trägt und auf seine eigene Sicherheit Acht zu geben hat. Um Raubüberfälle oder Diebstähle zu verhindern, muss der Mensch für seine eigene Sicherheit Maßnahmen ergreifen.

Das Kopftuch stell für die Frau einen Schutz dar, da dies eine Maßnahme zur Abwehr von Morallosigkeit ist und den Männern signalisiert, dass sie für sie nicht Objekt ihrer Begehrlichkeit sein will und sie von ihr nicht Besitz ergreifen können.

Daher ist das Kopftuch für eine muslimische Frau ein Hilfsmittel, um ihre Würde zu schützen.

Für Muslime – sei es Mann oder Frau -, ist es eine Pflicht, ihre Figur nicht durch reizvolle Kleidung zu betonen, damit es keinen Anlass für unsittliche Wünsche gibt.

Durch das Pardah-Gebot wird sowohl die innere als auch die äußere Reinheit aufrechterhalten und es ist eine Maßnahme, um andere darauf aufmerksam zu machen, dass man keinen Gefallen an Morallosigkeit findet. Doch all dies tut diese Maßnahme auf eine Weise, die die Frau nicht daran hindert, ihre gesellschaftlichen Aufgaben zu erfüllen, sondern der Frau stattdessen den nötigen Schutz bietet und zugleich ermöglicht, in Frieden und Harmonie mit sich selbst und ihrer Umgebung zu leben.

Die Ehe im Islam

Bezüglich der Ehe heißt es im Heiligen Koran:

ہُنَّ لِبَاسٌ لَّکُمۡ وَ اَنۡتُمۡ لِبَاسٌ لَّہُنَّ ؕ

„[…]Sie sind euch ein Gewand, und ihr seid ihnen ein Gewand[…].“

(Der Heilige Koran, Sura Al-Baqarah, Vers 188)

Allah bezeichnet die Frauen und Männer im Heiligen Koran als Gewand füreinander. Dieser Vers enthält eine große und besondere Lehre für die Gläubigen, wenn wir uns die Funktion des Gewandes genauer anschauen:

  1. Ein Gewand dient dazu die Nacktheit und Makel des Menschen zu bedecken, d.h., die Eheleute sollen die Makel des anderen bedecken.
  2. Ein Gewand dient ebenfalls zur Verschönerung. Aus diesem Grund soll der Umgang der Eheleute nicht nur miteinander gut und liebevoll sein, sondern auch nach außen schön erscheinen.
  3. Ein Gewand schützt den Körper eines Menschen vor Kälte und Hitze. Daher sollen die Eheleute in Zeiten der Freude und der Trauer sich gegenseitig stützen und füreinander da sein.

In schwierigen Zeiten sollen sie sich gegenseitig Trost spenden. Das beste Beispiel dafür war Hadhrat KhadijaRA. Nach der Heirat mit dem Heiligen ProphetenSAW stellte sie ihm ihr gesamtes Vermögen zur Verfügung, damit er sich bei seinen Aufgaben nicht um Geld Gedanken musste und unbesorgt den Menschen helfen konnte. Dies ist ein außerordentlich großes Beispiel dafür, wie man das Eheleben liebevoll gestaltet.[6]

Hadhrat Musleh MaudRA  schreibt über das Wort ,,Gewand“ Folgendes:

„In dem Vers ‘Sie sind euch ein Gewand, und ihr seid ihnen ein Gewand‘ wurden Mann und Frau zu Partnern in guten und schlechten Taten gemacht. Es wurde uns gelehrt, dass beide für den anderen als Beschützer da sind. Dies erklärt auch die Bedeutung von

لِّتَسۡکُنُوۡۤا اِلَیۡہَا

„[…]auf das ihr Frieden in ihnen fändet[…]

(Der Heilige Koran, Sura Al- Rûm, Vers 22)

Denn beide begleiten einander auf ihrer gemeinsamen Reise.“[7]

Der Erste KhalifRA sagte diesbezüglich:

„(…) so werden sie Allahs Wohlgefallen erlangen und rechtschaffene Kinder hervorbringen.“ Die Frauen sollten auf die beste Art behandelt werden und ihre Rechte müssen erfüllt werden. Es ist ein großer Missstand dieser Zeit, dass man die Rechte von Frauen nicht erfüllt.“[8]

Mann und Frau haben dieselben Gebote einzuhalten und beiden wurden dieselben Segnungen gewährt. Nach der islamischen Lehre wird der Lohn, den die Männer erhalten, auch den Frauen gegeben. Hierbei wird niemand ungerecht behandelt.

Aus diesem Grund werden beide Ehepartner gemeinsam dazu aufgefordert, eine gute Gesellschaft zu etablieren und ein friedvolles Haus zu gründen. Mann und Frau sind Freunde, die sich das Versprechen gegeben haben, das Leben gemeinsam zu führen. Sie sind nur dann vollkommen und schön, wenn sie zusammen sind.

Der Verheißene MessiasAS sagte: „Die Nikah ist ein Vertrag zwischen Mann und Frau. Also bemüht Euch darum, dass Ihr nicht zu jenen gezählt werdet, die den Vertrag brechen.“[9]

Hadhrat Khalifatul Massih IRA sagte: „(…)zwischen Mann und Frau sollte eine sehr liebevolle Beziehung herrschen. Dies macht die Häuser der Gläubigen zu einem Paradies.“[10]

Allah sagt im Heiligen Koran den Mann und die Frau ansprechend:

لِّتَسۡکُنُوۡۤا اِلَیۡہَا وَ جَعَلَ بَیۡنَکُمۡ مَّوَدَّۃً وَّ رَحۡمَۃً ؕ

„[…]auf dass ihr Frieden in ihnen fändet, und Er hat Liebe und Zärtlichkeit zwischen euch gesetzt[…].“

(Der Heilige Koran, Sura Ar-Rûm, Vers 22)

Den Mann ansprechend erwähnt der Heilige Koran Folgendes:

وَ عَاشِرُوۡہُنَّ بِالۡمَعۡرُوۡفِ ۚ فَاِنۡ کَرِہۡتُمُوۡہُنَّ فَعَسٰۤی اَنۡ تَکۡرَہُوۡا شَیۡئًا وَّ یَجۡعَلَ اللّٰہُ فِیۡہِ خَیۡرًا کَثِیۡرًا

„[…]Und geht gütig mit ihnen um. Und wenn ihr eine Abneigung gegen sie empfindet, wer weiß, vielleicht empfindet ihr Abneigung gegen etwas, in das Allah aber viel Gutes gelegt hat.“

(Der Heilige Koran, Sura An-Nisa, Vers 20)

Weiter heißt es:

وَ لَا تُمۡسِکُوۡہُنَّ ضِرَارًا لِّتَعۡتَدُوۡا ۚ وَ مَنۡ یَّفۡعَلۡ ذٰلِکَ فَقَدۡ ظَلَمَ نَفۡسَہٗ ؕ

„[…]Doch haltet sie nicht zu (ihrem) Schaden zurück, um ungerecht zu handeln. Wer das aber tut, wahrlich, der sündigt wider seine eigene Seele[…]“

(Der Heilige Koran, Sura Al-Baqarah, Vers 232)

Hadhrat Khalifatul Massih IIra sagte diesbezüglich: „(…) Ihr sollt dadurch Frieden finden, dass ihr eure Frau liebt und sie euch liebt. Seid gütig zu eurer Frau und eure Frau soll gütig zu euch sein(…)“.

Es gibt viele Aussagen des Heiligen ProphetenSAW bezüglich der Güte gegenüber Frauen. Bei seiner letzten Pilgerfahrt (Hijjtu-l-Wida) ermahnte er: „Behandelt die Frauen gut.“[11]

Zu diesem Anlass sagte der Heilige ProphetSAW: „Die Frauen sind auf euch angewiesen. Deswegen ist es eure Pflicht, auf sie zu achten. Erfüllt ihre Bedürfnisse und behandelt sie gütig.“[12]

Des Weiteren erzählte der Heilige ProphetSAW bezüglich der Gutmütigkeit gegenüber Frauen: „Der Beste unter euch ist jener, der mit seiner Frau am besten umgeht.“[13]

Das schönste und beste Beispiel für den guten Umgang mit der Frau ist der Heilige ProphetSAWselbst.

In seinem Alltag spielte und lachte er mit seiner Familie und ging mit ihr liebevoll um. Er half bei häuslichen Arbeiten. Wenn seine Frau den Teig knetete, brachte er das Wasser dazu. Wenn das Essen gekocht wurde, legte er Holz in den Ofen und half mit. Sein Charakter wird in den folgenden Worten in einem Hadith zusammengefasst: „Er war der sanftmütige und großmütigste unter den Menschen.“[14]

Der Heilige ProphetSAW lehrte, dass ein gläubiger Mann von Allah belohnt wird, wenn er ein Häppchen Brot mit der eigenen Hand in den Mund seiner Frau legt. Er ermahnte seine Gefährten sehr zum guten Umgang mit den Frauen, sodass Hadhrat Abdullah bin Umarra berichtet:

„Wir sprachen nicht mehr offen mit unseren Frauen, weil wir Angst hatten, sie könnten sich beim Heiligen ProphetenSAW über uns beschweren, und dann würde ein Vers gegen uns offenbart werden.“[15]

Zusammenfassung

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass durch die Aussagen des Heiligen ProphetenSAW, wie z.B.:

  • „Euer Paradies liegt unter den Füßen eurer Mütter.“
  • „Der Beste unter euch ist jener, der mit seiner Frau am besten umgeht.“
  • „Wer eine Tochter gut aufzieht und ihr eine gute Bildung und Erziehung angedeihen lässt, erwirbt dadurch das Paradies.“

deutlich gemacht wird, dass die Religion Islam die einzige Religion ist, die die Menschlichkeit der Frau in den Vordergrund stellt und ihre Rechte garantiert.

Die Stellung der Frau wurde auf ein dermaßen hohes Niveau erhoben, sodass sie nicht mehr länger als ein hilfloses Objekt angesehen wurde.

Somit wurde ihr durch die wunderschöne Lehre des Islam ein ebenbürtiger Anteil im Leben gewährt.

Möge Allah, der Allmächtige, uns die Kraft verleihen, den Pfad der Taqwa zu beschreiten und in unseren Wohnstätten ein Leben gemäß den islamischen Lehren zu führen und den wahrhaftigen Frieden zu schaffen und möge das Vorbild des Heiligen ProphetenSAW zu unserer Lebenspraxis werden. Amin!

Quellen:

[1] Ansprache von 4.KalifRH an Lajna Imaillah Kanada auf Jalsa Salana Kanada am 6. Juli 1991 , Aus der Lektüre ,, Das Gewand “ ,S. 38, von Majlis Khuddam-Ul-Ahmadiyya Deutschland, Auflagejahr 2012

[2] Hadayatullah Hübsch: ,,MUSLIMA- Zur Position der Frauen im Islam“, 1992, Verlag der Islam, S.119

[3] Khutbat-E-Mahmood BD. 3, S.174 F. aus ,,Das Gewand“ ,S. 32, von Majlis Khuddam-Ul-Ahmadiyya Deutschland Erste Auflage 2012

[4] Hadhrat Mirza Bashiruddin Mahmuud AhmadRA: „Tafseer-e-Kabeer“, Band 2, Nazarat Nashr-o-Ishaat Qadian, S. 504

[5] Hadhrat Mirza Ghulam AhmadAS, „Die Philosophie der Lehren des Islams“, Deutsch von S. N. Ahmad, 5. Auflage 2012, Verlag der Islam, S. 87-88

[6] Tafsier-e-Kabeer, Band 2, S.411,aus der Lektüre ,,Das Gewand“, S. 22, von Majlis Khuddam-Ul-Ahmadiyya Deutschland, Verlag der Islam, Auflagejahr 2012

[7] Fazail-Ul-Quran, S.175 f ,aus der Lektüre ,,Das Gewand“ ,S. 23, von Majlis Khuddam-Ul-Ahmadiyya Deutschland, Verlag der Islam, Auflagejahr 2012

[8] Freitagsansprache vom 4. Juni 1909, Khutbat-e-Noor, S. 400, aus der Lektüre ,,Das Gewand“ ,S. 23, von Majlis Khuddam-Ul-Ahmadiyya Deutschland, Verlag der Islam, Auflagejahr 2012

[9]Taleem-E-Khatoon, S.29, aus der Lektüre ,,Das Gewand“ , S. 26, von Majlis Khuddam-Ul-Ahmadiyya Deutschland, Verlag der Islam, Auflagejahr 2012

[10] Nikah-Ansprache vom 5. Februar 1910 aus Khutbat-E-Noor, S.457, aus der Lektüre ,,Das Gewand“ ,S. 26, von Majlis Khuddam-Ul-Ahmadiyya Deutschland, Verlag der Islam, Auflagejahr 2012

[11] Seerat Ibn-e-Hisham, Bd3 ,aus der Lektüre ,,Das Gewand“ ,S. 43, von Majlis Khuddam-Ul-Ahmadiyya Deutschland, Verlag der Islam, Auflagejahr 2012

[12] Seerat Ibn-e-Hisham, Bd3 ,aus der Lektüre ,,Das Gewand“ ,S. 43, von Majlis Khuddam-Ul-Ahmadiyya Deutschland, Verlag der Islam, Auflagejahr 2012

[13] Tirmidhi ,aus der Lektüre ,,Das Gewand“ ,S. 43, von Majlis Khuddam-Ul-Ahmadiyya Deutschland, Verlag der Islam, Auflagejahr 2012

[14] Shumail Tirmidhi ,aus der Lektüre ,,Das Gewand“ ,S. 45, von Majlis Khuddam-Ul-Ahmadiyya Deutschland, Verlag der Islam, Auflagejahr 2012

[15] Bukhari, Kitab Al-Nikah, Baab Alwasaya Bin Nisa, aus der Lektüre ,,Das Gewand“ , S. 46, von Majlis Khuddam-Ul-Ahmadiyya Deutschland, Verlag der Islam, Auflagejahr 2012